Wadgasser Weihnachtsmarkt findet 2021 nicht statt
Steigende Inzidenzen und wieder keine Planungssicherheit

In den ersten Bundesländern gibt es bereits wieder strengere Corona-Beschränkungen. Auch bei uns im Saarland steigen die Inzidenzen deutlich und ein weiterer Anstieg ist zu befürchten. Bundes- und Landesweit werden bereits 2G-Modelle diskutiert und besprochen, wonach Besucher:innen von Veranstaltungen mindestens geimpft oder genesen sein müssen. „Bislang pendeln wir im Saarland während der Corona-Pandemie immer zwischen den Extremen: Knallhart oder total locker und folgen in der Regel den Vorstößen aus Bayern. Nachdem nun Söder bereits bundesweit knallharte 2G Regeln ins Spiel gebracht hatte, schließt gestern auch Tobias Hans in den Medien 2G Regeln im Saarland nicht aus - auch wenn er mit dem ‘Saarland-Model Plus’ vor vier Wochen noch überraschend die Regeln für Veranstaltungen im Freien vollständig abgeschafft hatte.“, sagt Wadgassens Bürgermeister Sebastian Greiber. „Es gibt im Saarland in dieser Pandemie wenig bis keinen Planungshorizont. Es gibt kein ‚wenn, dann‘-Prinzip und viele Beschränkungen oder Lockerungen treffen uns immer kurzfristig. Das geht schon in der ganzen Pandemie so. Wir müssen also davon ausgehen, dass auch im Saarland schon bald wieder Einschränkungen beschlossen werden und diese mal wieder sehr spät kommuniziert werden. “, erklärt Greiber.  

 

Mögliche Schäden für Vereine und Schausteller gering halten 

Die Gemeindeverwaltung hat sich deswegen dazu entschlossen den Wadgasser Weihnachtsmarkt in diesem Jahr nicht durchzuführen. Dies geschieht in erster Linie zum Schutze der Standbetreiber:innen und der Bürger:innen. „In unseren Augen ist es verantwortungslos bei den aktuellen Corona-Zahlen einen Weihnachtsmarkt ohne Einschränkungen bei dichtem Gedränge und angeheiterter Stimmung durchzuführen.“, erklärt Katja Zwirner, in der Verwaltung verantwortlich für die Organisation des Marktes. „Eine Kontrolle von 2G- oder 3G-Regeln ist auf unserem Gelände vor dem historischen Abteihof nicht umsetzbar. Vor allem nicht in kürzester Zeit.“ 

Die Absage des Weihnachtsmarktes haben sich die Verantwortlichen nicht leicht gemacht, doch „es ist besser jetzt die Reißleine zu ziehen, als bis zum letzten Moment auf eine Entscheidung der Landesregierung zu warten.“, erklärt Greiber. „Jetzt haben wir und unsere meist ehrenamtlichen Standbetreiber noch die Möglichkeit zu reagieren. Eine Absage in letzter Sekunde würde bedeuten, dass viele auf Ihren Kosten und Materialien sitzen bleiben.“ Hinzu kommt die enorme Personalbindung innerhalb der Gemeindeverwaltung und des Bauhofes. „Bis die Landesregierung weitere Entscheidungen trifft, ist es für uns zu knapp. Wir müssen jetzt entscheiden und abwägen, um Frust und Schäden bei den Vereinen und Schaustellern gering zu halten.“  

 

Alternative Veranstaltungen in Planung 

Erste Alternativen hat die Gemeinde auch schon parat. „Jetzt zahlt sich aus, dass wir uns schon im Sommer Gedanken um mögliche Weihnachtsmarkt-Alternativen gemacht haben.“, berichtet Greiber. So sind dezentral verteilte Weihnachtsmarkthütten auf den Marktplätzen und Aktionen im Wildpark geplant. Weitere Informationen dazu werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben.