Herz-Kreislauf-Gesundheit

Das Herz ist der Motor und Taktgeber unseres Lebens.

Leider kann es von einer Vielzahl von Erkrankungen betroffen sein, z.B.: Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen. Daher ist es umso wichtiger, auf die eigene Herzgesundheit acht zu geben. Denn durch vorbeugende Maßnahmen und die Vermeidung von Risikofaktoren kann Prävention gelingen. Aber auch bei einer vorliegenden Erkrankung kann durch Anpassung der Lebensweise, das Fortschreiten verhindert bzw. verzögert werden und eine Verbesserung der Lebensqualität erfolgen.

Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung

  •  ungesunde Ernährung
  • Bluthochdruck
  • Bewegungsmangel
  • Stress
  • Rauchen
  • Fettstoffwechselstörung

Die häufigste Todesursache sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt/ Schlaganfall).

Um einen Herzinfarkt erkennen zu können und schnell handeln zu können, ist es wichtig die Anzeichen zu kennen. Dabei ist auch zu beachten, dass es Unterschiede in den Anzeichen zwischen Männern und Frauen gibt. Frauen haben andere Symptome als Männer und bei ihnen tritt ein Herzinfarkt meist in einem späteren Lebensalter auf. Als Anhaltspunkt kann gesagt werden, dass ein Herzinfarkt meist nach den 10 Jahren nach Beginn der Menopause auftritt.

Anzeichen bei Männern

  • starke Schmerzen (Brustkorb/Brustbein/ mit Ausstrahlen in andere Körperregionen und Rücken)
  • massives Engegefühl
  • heftiger Druck/ starkes Einengungsgefühl im Bereich Herz
  • heftiges Brennen in der Brust
  • Übelkeit/ Erbrechen/ Atemnot/ Schmerzen im Oberbauch
  • Angstschweiß

Anzeichen bei Frauen

  • starke Schmerzen (Brustkorb/Brustbein/ mit Ausstrahlen in andere Körperregionen und Rücken)
  • massives Engegefühl
  • Kurzatmigkeit/ Atemnot
  • Schweißausbrüche
  • Rückenschmerzen
  • Übelkeit/ Erbrechen/ Schmerzen im Oberbauch
  • Ziehen in den Armen
  • unerklärliche Müdigkeit
  • Depressionen

! Was tun im Notfall? Handeln! Notruf 112 wählen !

Behandlungsmöglichkeiten

Die individuelle Behandlung sollte in Rücksprache mit den Ärzt:innen oder dem behandelnden Krankenhaus erfolgen. Sie kann mithilfe von Medikamenten, einem Herzkatheter oder einer Operation erfolgen. Zusätzlich sollte dies durch eine gesunde Lebensweise (ausreichend Bewegung/ gesunde Ernährung/ maßvoller Alkoholkonsum/ Verzicht auf Rauchen) unterstützt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Herzstiftung e.V.: www.herzstiftung.de

Schlaganfall-jede Sekunde zählt!

Jährlich erleiden mehr als 270.00 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Trotzdem wissen viele Menschen nicht, wie die Anzeichen eines Schlaganfalls aussehen. Denn das Erkennen eines Schlaganfalls und das richtige und schnelle Handeln können überlebensnotwendig sein. Denn durch schnelles Handeln können langfriste Folgen verhindert werden oder sogar das Leben gerettet werden.

Ein Schlaganfall ist eine akut auftretende gefäß- bzw. durchblutungsbedingte Störung des Gehirns. Hervorgerufen werden kann dies durch eine verminderte Durchblutung einer Hirnregion oder durch eine Hirnblutung. Dies führt zu einer Mangeldurchblutung von Hirnregionen und führt zu einer Minderversorgung der betroffenen Hirnregionen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Je nach Hirnregion führt dies zur Störung oder Ausfall von Funktionen und kann zu bleibenden Einschränkungen führen. Die Symptome können vielseitig sein und sind meist schmerzlos. Der Betroffene nimmt die Symptome häufig nicht oder nur eingeschränkt wahr.

Symptome können sein:

  • Lähmungserscheinungen
  • Taubheitsgefühle
  • herabhängende Mundwinkel
  • Sprachstörungen
  • eingeschränktes Sprachverständnis
  • Sehstörungen
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen

Um einen Schlaganfall erkennen zu können, führen Sie den FAST-Test durch:

  • Face: Bitten Sie den Betroffenen zu lächeln → Sind die Mundwinkel hängend, ist dies ein Anzeichen!
  • Arms: Bitten Sie den Betroffenen beide Arme vor den Körper anzuheben und die Arme mit den Handflächen nach oben zu drehen → Kann er den Arm nicht drehen oder die Arme senken sich, ist dies ein Anzeichen!
  • Speech: Bitten Sie den Betroffenen einen Satz nachzusprechen → Ist er nicht in der Lage den Satz zu wiederholen oder hört sich die Sprache verwaschen, ist dies ein Anzeichen!
  • Time: Treffen die Anzeichen zu, zögern Sie nicht und wählen den Notruf 112!

Nicht- behandelbare Risikofaktoren für einen Schlaganfall sind das Alter, genetische Einflüsse oder schon vorangegangene Schlaganfälle.

Behandelbare Risikofaktoren sind:

  • Bluthochdruck
  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Ernährungsfaktoren
  • fehlende Bewegung
  • Diabetes
  • Alkoholkonsum
  • Stress
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe: www.schlaganfall-hilfe.de

Auf der Grafik wird die F-A-S-T-Methode dargestellt. F steht für Face (Gesicht). A steht für Arm (Arm). S steht für Speech (Sprache). T steht für Time (Zeit). Unterstützt wird es jeweils mit einer Grafik dazu.